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Content is King!

Ich erinnere mich noch gut, dass ein großes internationales Unternehmen postulierte, dass ein guter Manager alles managen kann. Dementsprechend gab es regelmäßige Jobwechsel in unterschiedlichste Bereiche. Viele Projektmanager denken immer noch so und sehen daher keine Notwendigkeit, sich mit den spezifischen Projektinhalten vertraut zu machen bzw. sich auf bestimmte Projekttypen zu spezialisieren.

Projektmanagement-Standards adressieren die für alle Projekte geltenden Herausforderungen und Lösungsansätze. Das liegt in der Natur solcher Standards und ist ihnen nicht vorzuwerfen. Jedes Projekt hat allerdings einen ganz spezifischen Inhalt. Es geht z.B. um die Errichtung eines Gebäudes, die Entwicklung und/oder Anpassung von Software, die Reorganisation eines Unternehmens, die Einführung eines Produktes am Markt usw. usw.

Je größer das Projekt, umso weniger werden Projektmanager an der inhaltlichen Arbeit beteiligt sein können. Aber immer gilt die Forderung, die in der Projektarbeit auftauchenden Fragen verstehen und beurteilen zu können, ob etwas eine Antwort auf die gestellte Frage ist oder nicht.

Fehlt das notwendige Minimum an inhaltlichem Verständnis, verkommt Projektmanagement zu einer Aufgaben-, Termin- und Aufwandsbuchhaltung. Unverstandenes wird dokumentiert und kommuniziert. Die Ergebnisse sind entsprechend.

Ein ganz entschiedenes Plädoyer für die Priorität des Content gibt Steve Jobs in diesem Interview:

Meine Kritik an inhaltsbefreitem Projektmanagement ist nachhaltig, über viele Jahre gewachsen und durch Erfahrungen bestätigt. Ich stehe zu dieser Kritik! Aber ich habe auch Konstruktives dazu geschrieben, den Weg zum Download dieses Artikels gibt es hier.

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